Anleitung

Duscharmatur wechseln (Aufputz) - Schritt für Schritt

Kurz gesagt: Eine Aufputz-Duscharmatur wechselst du in unter einer Stunde selbst: Wasser absperren, alte Armatur abschrauben, S-Anschlüsse setzen, neue Armatur handfest anziehen, auf Dichtheit prüfen.

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Das brauchst du

Schritt für Schritt

  1. Wasser absperren: Eckventile oder Hauptwasserhahn zudrehen. Armatur öffnen, um Restdruck abzulassen.
  2. Alte Armatur abschrauben: Überwurfmuttern lösen und die Armatur von den S-Anschlüssen drehen.
  3. S-Anschlüsse setzen: Alte S-Anschlüsse heraus, neue mit Dichtmaterial eindrehen und so ausrichten, dass beide Rosetten waagerecht auf 150 mm stehen. Hier justierst du den Abstand.
  4. Neue Armatur anschrauben: mit den Filterdichtungen aufsetzen und die Überwurfmuttern handfest anziehen - nicht überdrehen.
  5. Dichtheit prüfen: Wasser aufdrehen und alle Verbindungen kontrollieren. Tropft es, Mutter etwas nachziehen oder Dichtung prüfen.
Aufputz-Duschthermostat - Illustration

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Der Schritt, den die meisten auslassen: justieren

Mit dem Aufdrehen ist es nicht getan. hansgrohe schreibt in der Montageanleitung des Ecostat E unter "Justierung": "Nach erfolgter Montage muss die Auslauftemperatur des Thermostaten überprüft werden. Eine Korrektur ist erforderlich wenn die an der Entnahmestelle gemessene Temperatur von der am Thermostaten eingestellten Temperatur abweicht." (hansgrohe, Gebrauchs- und Montageanleitung Ecostat E, Seite 1). Heißt konkret: Stell eine Temperatur ein, halte ein Thermometer in den Strahl und vergleiche mit dem Wert am Griff. Weicht es ab, justierst du nach der Anleitung deines Modells nach - wie das geht, steht dort auf der Justierungs-Seite.

Dieselbe Anleitung nennt zwei weitere Punkte, die man beim Einbau leicht übergeht: "Große Druckunterschiede zwischen den Kalt- und Warmwasseranschlüssen müssen ausgeglichen werden" und beim Abdichten "Kein essigsäurehaltiges Silikon verwenden!". Für die Montage selbst empfiehlt hansgrohe Handschuhe, "zur Vermeidung von Quetsch- und Schnittverletzungen".

Wenn danach etwas nicht stimmt

Die Störungstabelle derselben Anleitung ordnet die typischen Fehlerbilder direkt einer Ursache zu - das spart das Raten:

  • Wenig Wasser - "Versorgungsdruck nicht ausreichend", "Schmutzfangsieb der Regeleinheit verschmutzt" oder "Siebdichtung der Brause verschmutzt". Abhilfe laut Hersteller: Leitungsdruck prüfen, Schmutzfangsiebe reinigen, Siebdichtung zwischen Brause und Schlauch reinigen.
  • Auslauftemperatur stimmt nicht mit der eingestellten überein - "Thermostat wurde nicht justiert" oder "Zu niedrige Warmwassertemperatur". Abhilfe: "Thermostat justieren" beziehungsweise "Warmwassertemperatur erhöhen auf 42 °C bis 65 °C".
  • Warmes Wasser wird bei geschlossener Armatur in die Kaltwasserleitung gedrückt (oder umgekehrt) - "Rückflussverhinderer verschmutzt / defekt". Abhilfe: reinigen, gegebenenfalls austauschen.
  • Der Durchlauferhitzer schaltet nicht ein - unter anderem "Drossel in der Handbrause nicht ausgebaut". Mehr dazu.

Und ein Punkt für die Jahre danach: "Rückflussverhinderer müssen gemäß EN 806-5 regelmäßig in Übereinstimmung mit nationalen oder regionalen Bestimmungen auf ihre Funktion geprüft werden (mindestens einmal jährlich)."

Zum Verbrühschutz, ehrlich: Manche Thermostate lassen eine Höchsttemperatur fest voreinstellen - hansgrohe nennt das "Safety Function" und schreibt: "Dank der Safety Function lässt sich die gewünschte Höchsttemperatur von z. B. max. 42 °C voreinstellen." Das ist etwas anderes als die 38-Grad-Taste, die man bewusst überdrücken kann. Der Hersteller schreibt im selben Dokument aber auch: "Kinder, sowie Erwachsene mit körperlichen, geistigen und / oder sensorischen Einschränkungen dürfen das Produkt nicht unbeaufsichtigt benutzen." Keine Armatur ersetzt Aufsicht.

Was kostet der Fachbetrieb?

Der reine Aufputz-Tausch ist eine kurze Arbeit; ein Installateur berechnet meist eine kleine Anfahrts- plus Arbeitspauschale. Weil der Selbsteinbau so einfach ist, lohnt der Profi vor allem, wenn die Wandanschlüsse defekt sind oder festsitzen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Wechsel einer Aufputz-Duscharmatur?

Meist unter einer Stunde. Der aufwendigste Teil ist das Ausrichten der S-Anschlüsse auf 150 mm und waagerecht. Sitzt die alte Armatur durch Kalk fest, kann es etwas länger dauern.

Muss ich das Wasser komplett abstellen?

Ja, vor dem Abschrauben unbedingt die Eckventile oder den Hauptwasserhahn zudrehen und die Armatur zum Druckablassen öffnen. Sonst spritzt Wasser aus den offenen Anschlüssen.

Brauche ich für den Wechsel einen Klempner?

Für eine reine Aufputz-Armatur meist nicht - das ist eine typische Heimwerkerarbeit. Ein Fachbetrieb lohnt sich, wenn Wandanschlüsse defekt oder festgerostet sind oder es sich um Unterputz-Technik handelt.

Weiter geht es: Thermostat austauschen · Rosettenabstand messen · Armatur tropft · Duscharmatur-Finder

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